Lage

Die Insel von Sant' Antioco, die viert größte in Italien,liegt im äußersten Südwesten von Sardinien und ist durch eine künstliche Landzunge und eine Brücke mit Sardinien verbunden. Die für Touristen doch recht unbekannte Inselchen hat viel zu bieten. Sie ist besonders reich an unberührter Natur und verfügt über wunderschöne Küsten, bei denen der Besucher, je nach Windrichtung, die geschützten Strände, Buchten oder Felsküsten auswählen kann. In der Lagune von Sant'Antioco kann man immer rosa Flamingos, Stelzenläufer und weiße Fischreiher sehen. Das Innere der Insel ist voll mit typischen Mittelmeersträucher: Myrte, Erdbeerbaum und Rosmarin verleihen der Luft einen intensiven Geruch, der auch die antiken Nuragen (Steinfestungen) und Domus de Janas (Felsenhöhlen) umgibt. Neben dem Hauptzentrum Sant'Antioco, das ca. 12.000 Einwohner zählt, gibt es auf der Insel noch das Städtchen Calasetta, eine 1773 von Genuesern gegründete Kolonie. Der Hauptort von Sant'Antioco heißt heute genauso wie die Insel. Er ist der älteste Sardiniens und hieß ursprünglich Sulky, als die Phönizier ihn vor fast zweitausend achthundert Jahren gründeten. Im historischen Zentrum liegt die uralte Basilika Sant'Antioco des Märtyrers, die über den zunächst punischen Gewölben, später christlichen Katakomben errichtet wurde. Die völkerkundlichen archäologischen Ausgrabungsstätten des Tophet, ebenso wie das Archäologische Museum, das historisches punischphönizisches Dorf, das Fort Sabaudo und ethnographische Museen erreicht man zu Fuß. In Sant'Antioco lebt aber auch die inzwischen einzige Frau der Welt, die noch die Kunst der Verarbeitung der Muschelseide bewahrt, jener kostbaren im Alten Testament erwähnten Seide. Man sollte auch die typische sardische Küche kosten, angefangen von den Maloreddus (besonders geformte Teigwaren), Currugionis (Teigtaschen gefüllt mit frischem Käse und Mangold), bis zu gegrilltem Fisch und Spanferkel. Diese Speisen werden gern von Carignano oder Cannonau begleitet, exzellente Weine von rubinroter Farbe.